14-Tages Plan für kreative Businessmoms

Wie du deinen Alltag ausgeglichen planst und mehr Zeit für dich und dein Business findest

Der 14-Tages Plan ist die Basis für mehr Struktur in deinem Alltag - speziell ausgerichtet für selbständige Businessmoms (to be) im Kreativbereich.

Was bringt mir das?

Struktur

Kein Verzetteln mehr.

Gute Planung heisst, seinen Alltag im Griff haben (zumindestens für 80% ;) )

 

Tschüss Prokrastination

Kein ständiges "mach ich nachher" oder "das hat noch ewig Zeit" - mit bisschen Selbstdisziplin rockst du deine Woche(n).

 

Effizienz = mehr Zeit fürs Wesentliche

Kennst du, oder? Eigentlich möchtest du zu gerne wieder mal ein Buch lesen oder genügend Zeit haben um deine Passion auszuleben, dein Business vorwärts zu bringen etc. - aber ohne schlechtes Gewissen bitte, weil da noch so viel anderes zu tun wäre.

 

Leg los! Du packst das!


Wieso 14-Tage?

Alles in eine Woche zu packen ist eine Challenge - und oft eine Verlorene.

Muss denn alles innerhalb einer Woche erledigt sein? 14 Tage reichen auch - zumindest meiner Meinung nach.
Resultat: Less stress - more time!  Auch so, hast du ein gemütliches Zuhause und du schaffst  es  deine Tasks zu erledigen. 
Weil, seien wir mal ehrlich: Oft sind es ja wir selber, die sich daran stören, nicht alles unter einen Hut zu packen.
Das Einzige was du etwas drosseln musst ist ein eventueller Hang zur Perfektion. Gut ist gut genug, Perfekt bringt nur Stress!

Wie geht das?

- Plan 2x ausdrucken. Einmal für die geraden und einmal für die ungeraden Wochen.

- hinsetzen alle deine Aufgaben und Verantwortungsbereiche, fixe Termine, Hobbies etc. und notieren

- Kategorisieren, Priorisieren

- Delegieren
- Routinen erleichtern den Alltag

- Deine Tasks richtig einplanen

 

Wie das  geht, damit alles Platz hat und nichts zu kurz kommt, erkläre ich dir detaillierter in einzelnen Schritten.

kleines ABC

A = Alles zu seiner Zeit

B = Bloss keinen Stress

C = Come on, let's do it!

 

Zugegeben, ohne "es bitzeli" Selbstdisziplin wird es leider nicht funktionieren. Aber wenn du deinen Plan erst mal passend aufgesetzt hast und du dich am Anfang "dazu zwingst" ihn umzusetzen, wirst du dich automatisch danach richten.

Weg ist das Gefühl, alles auf einmal tun zu müssen/sollen, dieses ständige "das sollte ich noch, und dies am Besten schon gestern" - ich sag's dir: ein tolles Gefühl!


Planaufbau - 14 statt 7 Tage für mehr Entspannung

 

Ist dir auch schon mal aufgefallen, dass wir (zumindest ich) dazu tendieren immer von Woche zu Woche zu denken und versuchen alles Nötige und (Un)Mögliche in diese wenige Tage zu packen?

 

Wer sagt, denn dass wir all unsere Aufgaben innerhalb einer Woche erledigt haben müssen? Ich hab das nie wirklich geschafft, irgendwas blieb immer auf der Strecke – und das frustriert.

 

Reicht ein 14-Tage Tournus nicht auch? Ja, und wie! Weniger Stress gibt’s noch gratis dazu.

 

Ich habe den Plan in Morgen, Vormittag, Mittag, Nachmittag und Abend aufgeteilt. Bei mir ist der Morgen reserviert für meine Morgenroutine. Die endet damit, dass die Kids im Kindergarten/Schule sind.

 

Das «Abendprogramm» startet hier frühstens bei den Vorbereitungen zum Z’Nacht (Abendessen) und endet wenn die Kids am Schlafen sind.

Mittagszeit wird von Schulschluss/Mittagspause vorgegeben.

 

Den Rest fülle ich mit meinen verschiedenen Tasks auf und schaue, dass ich genügend Buffer-Zonen habe – so kann ich schön entspannt bleiben, wenn’s mal wieder anders läuft als geplant.

 

Und, das kennen wir Mütter alle, das tut es sogar oft!

Schritt für Schritt zu deinem passenden 14-Tage Plan

What's up? Übersicht darüber, was alles so anfällt!

 

Damit das Planen etwas leichter von der Hand geht, gebe ich dir eine Anleitung zur Hand. 

 

1. Drucke den Plan 2x aus. Einmal für die geraden und einmal für die ungeraden Wochen.

 

2. Notiere dir alle Aufgaben, Termine und Verantwortungsbereiche, die dich alltäglich und im Verlaufe von zwei Wochen auf Trab halten.

Vergiss auch nicht Musik- und Sportstunden der Kids, deine Freizeitaktivitäten, auch jene die du dir wünschst in Zukunft wahrzunehmen (zb. 1x pro Woche Sport oder Malen oder ein Kochkurs belegen), Zeit für Freunde oder zum Lesen, für den Garten etc.


Nimm dir dafür Zeit. Oft kommt einem nicht alles in den Sinn, was man tatsächlich und selbstverständlich tut oder was du eventuell schon länger in Angriff nehmen wolltest.

Auch Zeit für dein Business musst du unbedingt notieren. Noch geht es nicht darum zu definieren, wieviel Zeit du tatsächlich dafür hast. Aber DAS du dir Zeit dafür nehmen willst.

Kategorisieren und Priorisieren

 

Nun kommt Farbe ins Spiel!

 

1. Teile deine Aufgaben in die Bereiche Haushalt, Familie, Business/Job, Hobbies/Freizeit und wenn nötig weitere Kategorien auf. Benutze für jede Kategorie eine andere Farbe, damit du auf dem Plan die einzelnen Bereiche auch schon "von weitem" gut auseinander halten kannst.

 

Das gibt dir einen Hinweis darauf, wie ausgeglichen dein Alltag ist: Besteht dein Plan aus lauter grün (bei mir Haushalt) und kaum blau (Freizeit) solltest du darauf achten ein besseres Gleichgewicht herzustellen. Ansonsten läufst du Gefahr zu wenig Erholung und Entspannung zu haben.

 

2. Markiere dir dann diejenigen Termine und Aufgaben, für welche es einen fixen Zeitpunkt gibt, wie zum Beispiel den Waschtag, den du nicht einfach verlegen kannst, oder Freizeitaktivitäten in einem Verein, Musikunterricht, fixe Arbeitszeiten. 

Zauberwort Delegieren

 

 

Wenn du dir deine Liste ansiehst und denkst "easy, das pack ich mit Links" oder bereits eine gute Verteilung der Aufgaben in der Familie etabliert ist , dann go for it und erstelle deinen Plan wie in den weiteren Schritten gezeigt. Es wird sich schnell herausstellen ob es passt oder nicht.

Wenn du später oder von Beginn weg  siehst, dass zu viele  Aufgaben auf deinen Schultern lasten, dann heisst das Zauberwort Delegieren und Verantwortung abgeben. 
Gerade Mütter tendieren oft dazu alle Fäden in der Hand halten zu wollen und vergessen dabei, dass Verantwortlichkeiten keine fixe Einteilungen sind. Je nach Familie, Alter der Kinder, Arbeitssituation, müssen diese von Zeit zu Zeit neu verhandelt werden.

 

Setzt euch als Familie zusammen und schaut euch deine Liste genau an. Bespreche dich mit deinem Partner/ deiner Partnerin und den Kindern, was ihr für Bedürfnisse habt, wer welche Aufgaben übernehmen kann/darf/will und das es für alle ungefähr gleich viel Zeit für sich, Freizeit und Familie gibt und die Gesamtarbeit von Beruf und Haushalt fair verteilt wird.

 

Je nach dem wer wie viel Prozent arbeitet und wie alt die Kinder sind, sieht dieser Plan wieder anders aus. Es fällt allen eventuell leichter Aufgaben zu übernehmen, die sie gern, oder zumindest lieber machen als andere. Eine Idee wäre, dass jeder eine Lieblingsaufgabe wählen darf und eine weitere, nicht so beliebte übernimmt. Auch hier sollte das Alter und die zeitliche Möglichkeit miteinbezogen werden.

 

Wichtig: Verantwortung heisst, dass diejenige Person sich selbständig darum kümmert.

 

Wenn die Aufgabe aus einem Grund nicht übernommen werden kann, weil z.b. ein Termin oder längeres Arbeiten dazwischen kommt, liegt es in deren Verantwortung die anderen darüber zu informieren und darum zu bitten einzuspringen - zumindest von Erwachsenen kann dies durchaus verlangt werden ;)

Kinder müssen ev. noch hie und da dran erinnert werden, aber sie sollten nicht davon "verschont" bleiben zu lernen Verantwortung zu übernehmen. 

Mögliche Aufgaben für Kinder können sein: Kleider selbständig in den Wäschekorb legen, Jacke und Schulzeug richtig zu verräumen, ein Haustier zu versorgen, helfen Unkraut jäten, beim Kochen mithelfen, zusammen Tisch decken, Geschirrspüler einräumen, Zimmer mithelfen aufzuräumen etc.

Tageseinteilung I - der Morgen

 

Jetzt wo feststeht, wie die Aufgaben verteilt sind, legst du den Rahmen für deinen Alltag.

 

Mache dir Gedanken, wann dein Tag startet oder starten soll. Wie sehen deine ersten Handlungen am Morgen, direkt nach dem Aufstehen aus? Wieviel Zeit brauchst du um dich und die Kinder ready zu machen, was für Aufgaben stehen als Erstes an?

Das hängt natürlich von deiner/eurer Situation ab.

 

Ich schildere dir hier meine Morgen-Routine um ein praktisches Beispiel zu geben:

 

- Tagwache ca. 6.30

- Fensterläden öffnen, Lüften und Kinder ein erstes Mal "versuchen" zu

   wecken

- Duschen, Anziehen, Haare, "Kriegsbemalung" ;)

- Kids erneut wecken (falls nötig - ist es leider meistens)

- Betten richten

- Frühstück und Z'Nüüni (Pausensnack) und Schulzeug einpacken

- Aufbruch zur Schule / Kindergarten / Arbeit

Tageseinteilung II - der Mittag

 

Für die Mittagszeit spielt es eine Rolle ob dir diese zu einem gewissen Teil von Schule / Arbeit vorgegeben wird. Es ist auch gut möglich, dass nicht alle Tage gleich sind.

 

Ich habe für mich eine fixe Mittagszeit eingetragen: 12.00 - 13.15.

Dies umfasst den Zeitpunkt, wo die Kids in der Regel zu Hause ankommen bis sie wieder aufbrechen.

 

Auch wenn die Kinder über Mittag nicht zu Hause sind oder ich extern Arbeite halte ich diese Zeit für die Mittagspause ungefähr ein.

Gekocht wird möglichst vorher, so dass wir gegen 12.15 Uhr gemeinsam Essen können und bis zum Ende der Mittagspause ist dann auch alles wieder aufgeräumt.

 

Und ich nehme mir immer Zeit einfach mal für ein paar Minuten dazusitzen oder ein paar Seiten zu lesen und die Zeit bewusst wahrzunehmen. Oder ich widme meine ungeteilte Aufmerksamkeit meinen Kindern. Hier können nur schon 5 Minuten wunderbares bewirken.

Tageseinteilung III - der Abend

 

Für den Abend macht es Sinn sich einen relativ festen Ablauf vorzunehmen.

Bei uns beginnt dies oft mit dem Vorbereiten des Abendessens und endet, wenn die Kinder am Schlafen sind. Der Rest ist dann zur freien Verfügung.

 

Zeitlich liegt dies hier ca. zwischen 18.00 -20.30.

Auch hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass das ungefähre Einhalten von Zeiten sinnvoll ist und gerade für Kinder ein wichtiges Ritual mit Abläufen, die sie kennen für Ruhe und Entspannung sorgt.

 

 

Was ich zudem im Abendritual miteinbeziehe ist:

- Kleider für den nächsten Tag bereit legen

- Tisch decken für das Frühstück

- Pausensnack vorbereiten

Diese drei Punkte ersparen dir am Morgen unnötigen Stress und geben etwas mehr Zeit. Gerade für Morgenmuffel eine tolle Sache!

 

Wichtig: Gönne dir genügend Schlaf! Ich bin eine totale Nachteule und habe mir ein Limit gesetzt und zwinge mich um eine gewisse Uhrzeit ins Bett zu gehen, auch wenn ich noch einige Dinge anfangen könnte. Zu gut weiss ich, dass es sich ansonsten am nächsten Morgen rächt. Nicht immer, aber immer öfter schaffe ich es mich an meine eigenen Vorgaben zu halten. Nicht zuletzt, weil ich den positiven Effekt davon spürbar erlebe.

 

Nun hast du dir einen Rahmen gesteckt und eine Morgen- und Abendroutine zurechtgelegt.

Du kannst nun auch schon mal starten und schauen wie du damit zurechtkommst. Was verändert sich dabei in deinem Alltag? Vielleicht bemerkst du bereits jetzt eine Verbesserung in gewissen Abläufen. Wenn du nicht zu viel auf einmal Einführen möchtest, kannst du dir diese Routine erstmal eine Weile lang angewöhnen und wenn du happy damit bist, deinen 14-Tages Plan erweitern.

Tageseinteilung IV - Fixe Tasks eintragen

 

Wenn der Rahmen passt, dann kannst du beginnen deinen 14-Tages Plan auszufüllen...ist ein bisschen wie Tetris (kennst du das noch, oder bin ich schon sooo alt?) ;)

 

1. Nimm deine beiden Wochenblätter zur Hand. Kreuze ein Blatt bei "gerade" und eines bei "ungerade" für die Wochen an.

 

2. Morgen-, Mittag- und Abendroutine und die Zeiten dazu hast du eventuell schon eingetragen. Falls nicht, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dazu.

 

3. Trage alle Termine und Task ein welche zugleich "fix", "unverschiebbar" und "wiederkehrend" sind. Z.b. deinen Vereinsabend, der Sportunterricht wo du die Kids begleitest, Kehricht- und Grünabfuhr zum Bereit stellen, fixe Arbeitszeiten...

 

Diese 2 Bereiche, Routine und fixe Termine, sehen jede Woche so ziemlich gleich aus, wiederholen sich also (mal abgesehen von Ferien oder unvorhergesehenem) und können auf beiden Wochenplänen eingetragen werden.

Dabei sollst du auf deinem Plan NUR die Dinge eintragen, die dich selber betreffen und in deiner Verantwortlichkeit liegen. Aufgaben des Partners oder z.b. einzelne Schulstunden (zb. Turnen/Schwimmen) gehören hier nicht rein, denn sie tangieren deinen Tagesablauf nicht. 

Turnsachen bereit legen, kannst du zusammen mit den Kids jeweils am Vorabend erledigen. (Wie du den Stundenplan der Kids mit in den Alltag nimmst zeige ich dir in einem anderen Beitrag)

Tageseinteilung V - Famile / Hobby / Freizeit

 

Die fixen Termine und Aufgaben sind gesetzt. Nun wird gleichmässig verteilt. Ich empfehle dir dabei nachfolgende Priorität zu setzen:

 

4.  Familien- und Kinderzeit für gemeinsame Unternehmungen und wo die Kinder mit Freunden abmachen können haben für die Einteilung zweite Priorität! Wieso nicht zuerst der Haushalt? Ganz einfach: Der läuft nicht weg, die Zeit mit und für die Kinder aber schon, wenn wir das immer hinten anstellen.

Bei uns sind das vor allem die schulfreien Nachmittage oder bei kleineren Kindern 2-3 Nachmittage pro Woche, die du nur für solche Aktivitäten reserviert hast.

 

5. Dein Hobby / Sport / Freizeit: auch das wird noch vor dem Haushalt eingesetzt...und wenn es nur 1x pro Woche ist. Vielleicht ist dies bereits mit dem fixen Tanzabend drin, ansonsten nimmt dir die Zeit dazu.
Ich gehe mind 2x die Woche, direkt nachdem die Kinder im Kindergarten/Schule sind eine Runde Joggen. So bin ich bereits gegen 9.00Uhr wieder ready für den weiteren Tag. 

Bei kleineren Kindern kannst du dir eventuell am Abend vor dem Abendessen Zeit dazu nehmen und dein Partner übernimmt für kurze Zeit die Kinder, oder wenn die Kinder bei Freunden zu Besuch sind, der Opa hütet,am Wochenende etc. 

Tageseinteilung VI - Dein Business

 

6. Wenn du, vielleicht neben einem fixen Job, etwas Selbstständiges aufbauen willst oder bereits dabei bist, kommt dieser Punkt nun an die Reihe.

Ich weiss, dass es gerade wenn die Kinder noch klein sind, wenig Zeit dafür gibt. Ich könnte Kapitelweise dazu schreiben, wie ich Zeit und Betreuung jongliert habe nur um ein bisschen Zeit dafür zubekommen (das werde ich wohl auch tun, weil mir daran liegt, dass es nicht immer so kompliziert sein muss, wie ich es erlebt habe). Jetzt wo die Kinder im Kindergarten und Schule sind, ist definitiv mehr Zeit dafür da (dies war mitunter ein Grund, weshalb ich mir diesen Plan hier überhaupt erarbeitet habe).

Aber selbst wenn es nur 2h pro Woche sind, trage sie fix ein und halte dich daran. Keine Entschuldigung, dass zuerst noch die Küche glänzen muss oder der Boden wieder mal gewischt werden muss - das läuft nicht davon. 

Einzig: wenn du müde bist, dann schlafe und erhole dich! Aus Erfahrung weiss ich, dass du im müden Zustand weder effizient noch zielgerichtet arbeitest...und wenn du Pech hast, machst du die Arbeit doppelt, bis es passt. Alles erlebt!

 

Hierzu werde ich sicher noch eine Ladung Tipps liefern, aber soviel schon mal vorneweg:

- fixe Zeiten für dein Business

- keine Ablenkung / keine Prokrastination

- klare To-do's und Ziele/Aufgaben, während dieser Zeit

- Zwischendurch Pausen, Trinken, Aufstehen, Kopf lüften

 

Lange Zeit habe ich vorwiegend Abends an meinem Business gearbeitet - wenn deine Schlafmenge und -Qualität nicht darunter leidet, kannst du das gut 1-2x pro Woche machen. Ansonsten rate ich dir die Finger von dieser Lösung zu lassen. Dann räume dir lieber einen Morgen pro Woche frei und nimm einen weniger peniblen Haushalt in Kauf, als dass du dein eigenes Wohlbefinden dafür auf's Spiel setzt. Eine weiter Lösung könnte sein, den Mittagsschlaf der Kinder zu nutzen, eine Betreuungsperson für 2-3h finden, dich mit deinem Partner absprechen, wann er/sie dir den Rücken freihält. Vielleicht braucht es eine kreative Lösung, welche vorerst nicht deiner Idealvorstellung entspricht.

Hier spielt es eine grosse Rolle, wie fest und überzeugt du etwas selber aufbauen möchtest und wie wichtig es dir ist, dass der Haushalt glänzt. Wenn du beides gleichzeitig möchtest, dann kommt oft etwas zu kurz. Dies ist zumindest mein Erfahrung.

Wenn du aber die Aufgaben die den Haushalt betreffen auf zwei, statt nur eine Woche aufteilst und dir eine gewisse Scheuklappen- Mentalität zulegst, dann fährst du mit der Strategie nicht schlecht.

 

Im nächsten Abschnitt zeige ich dir, wie du mit einem minimalen Aufwand das Maximum im Haushalt rausbringst ohne ständig das Gefühl zu haben, erst alles andere erledigen zu müssen, bevor du Zeit für dich und deine Träume hast. 

 

Auch wenn du kein eigenes Business oder einen Job hast, kann diese Methode für dich die Passende sein - egal wie du die Prioritäten setzt - Hauptsache du bist happy damit und es stimmt für DICH - was andere dazu sagen, kann dir so ziemlich egal sein!

 

Zur Zeit sieht es bei mir in Punkto Businesszeit wie folgt aus:

 

Dienstag:

ganzer Vormittag und Nachmittag bis ca. 14.30 Uhr - danach Zeit für die Kids / in der Mittagszeit sind die Kids betreut.

Freitag:

Ganzer Tag - Vormittags sind die Kinder in der Schule / Mittag und Nachmittag sind betreut und ich kann bis ca. 17.30 arbeiten.

 

...und wenn ich mit meinen anderen Aufgaben schneller durch bin, liegen manchmal noch ein paar Stunden pro Woche mehr drin.

Tageseinteilung VII - Das bisschen Haushalt

 

 

Ich gebe es zu: für mich notwendig, aber nicht meine Lieblingstätigkeit. Haushalt mit (kleinen) Kindern ist nochmals eine Sache für sich.

 

Nachdem der Rahmen, die fixen Termine, Zeit für Familie und Freizeit gesetzt sind und du eine bestimmte Zeit für dein Business festgelegt hast, werden die Aufgaben für den Haushalt eingetragen.

 

Dabei gibt es Sachen, die sich wöchentlich wiederholen und welche, die weniger oft erledigt werden müssen. Und hier kommt's: Es ist deine eigene Vorstellung davon, was wichtig und weniger wichtig ist im Haushalt!

 

Meine wöchentlichen fixen Aufgaben:

- Wäsche waschen (Mo)

- WC / Bad (Do)

- Kehricht und Grünabfuhr (Di und Fr)

 

Meine fixen Aufgaben in den geraden Wochen:

- Garten (je nach Notwendigkeit: Rasen mähen / Unkraut jäten...) (Mo)

- Einkaufen oder Entsorgen (Wocheneinkauf wird Fr oder Sa von meinem Mann erledigt) (Mi)

- Büro (Do)

 

Meine fixen Aufgaben in den ungeraden Wochen:

- Treppe / Vorplatz / Keller in Ordnung bringen (Mo)

- Abstauben / Saugen / Boden feucht aufnehmen (Mi)

- Estrich und/oder Fenster/Spiegelflächen (Do)

 

Dazu kommt bei der Abendroutine kurzes Saugen des Ess-, Wohnzimmers, Küche und Eingangsbereich (Dauer ca. 5min).

 

Grössere Aufgaben wie zum Beispiel die kompletten Küchenoberflächen und Schubladen baue ich dann ein, wenn es nichts zu entsorgen gibt und es "wieder mal Zeit" dazu ist. Dabei nehme ich mir immer nur Teilbereiche vor und setze mich nicht unter Druck alles in einem Zug zu erledigen.

 

So habe ich zu meinen fixen 3 wöchentlichen Aufgaben jeweils pro Woche 3 weitere, welche nicht ganz so dringend sind und ich je nach Notwendigkeit erledigen kann...aber ich habe dafür einen fixen Zeitpunkt eingeplant und ich denke nicht bereits zwei Tage vorhin, dass ich z.b. den Rasen mähen sollte, wenn es nicht eingeplant ist. Ob das Gras noch ein paar Tage weiter wächst ist keine Katastrophe.

Die für mich Notwendigen und dringenden Aufgaben wie Wäsche und Bad/WC sind die wichtigsten Punkte.

Klar sollte ein gewisser Hygienestandard gelten. Wenn jeden Abend die Küche im Grossen und Ganzen erledigt ist und die Nasszellen wöchentlich gereinigt sind, hat man schon zu 80% des Must-Have erledigt.

Vielleicht ist es dir aber wichtig, den Boden jede Woche feucht aufzunehmen, weil du dich sonst nicht wohl fühlst, dann mach es - wie gesagt, es muss für dich stimmen und dass du dich wohl fühlst - nicht etwa deine Nachbarn oder der Besuch ;) - Dafür reicht es für dich ev. alle 4 Wochen das Büro zu machen und wenn du keinen Garten hast, dann fällt diese Aufgabe sowieso weg.

Mein Plan

 

Hier noch, zur Veranschaulichung, ein Bild meines Plans.

 

Wichtig: Ich nagle mich nicht fest und switche auch schon mal zwei Aufgaben: Wäre zum Beispiel der Garten fällig aber es regnet in Strömen, ziehe ich die Büroarbeit vor und mache den Garten, wenn das Wetter wieder freundlicher ist.

 

Und: Falls einzelne Tage komplett aus dem Ruder laufen oder eine Woche ein "Tohuwabohu" regiert hast...keine Panik. Setze den Zähler auf 0 und beginne an Tag X wieder mit dem Umsetzen des Plans.

Das ist ja das tolle daran, du kannst jeden Tag wieder von vorne starten und falls es mal nicht klappt ist das keineswegs tragisch.